© Gerhard Richter

WUT

von Max Eipp / nach dem Drehbuch zum Film von Züli Aladag

Premiere: 31. August 2012

Für den schwarzen Adoptivjungen Jojo aus gutem Hause und in liberalem Geiste erzogen, entwickelt sich die Begegnung mit jungen kriminellen Deutschen zu einer bedrohlichen Situation. Die deutsche Gang schikaniert ihn, auch aus rassistischen Motiven, was Jojos Vater Simon auf den Plan ruft. Mit seinen toleranten, aufgeklärten Überzeugungen gelangt der Vater aber sehr schnell an seine Grenzen und schaltet die Polizei ein. Damit beginnt die Spirale der Gewalt und lässt den Hass zwischen der Welt der Strasse und der bürgerlichen Welt explodieren. In einem beiderseitigen Gemisch aus Wut, Demütigung und Ohnmacht steuert die Geschichte auf eine Katastrophe zu. „Bloß, weil ich ein Deutscher bin, habe ich nicht die Schnauze zu halten.“

Das Drehbuch von Max Eipp beschreibt Jugendliche, die ohne Hoffnung und Ausbildung, kriminell, gewaltbereit der Gesellschaft den Spiegel vorhalten.

Mit: Julia Ludwig, Susanne Seuffert, Piero Cocuzza, Julius Dombrink, Stefan Gebelhoff, Arne Obermeyer, Sam Michaels, Piedro, Kevin Scharnikow

Regie: Heinz Simon Keller

Ausstattung: Petra Maria Wirth

Kostüme: Lisa Weinbrecht

Musik: Frank Schulte

Licht: Dietrich Körner

 

Eine Produktion von theaterblackbox köln im Mediapark 7.

Aufführungssrechte: Verlag der Autoren, Frankfurt a.M.

„…die Laien verkörpern eindringlich die ‚WUT‘ und das furiose Spiel der Profis lässt einen den Atem anhalten … die Ästhetik eines Fernsehfilmes und die Künstlichkeit eines intendierten Realismus wie auch die dramaturgische Überhöhung schafft immer wieder eine Distanz…“  

– Kölner Stadtanzeiger, 4.Sept. 2012

„…ein Abend, der geradezu unter die Haut kriecht, die Musik von Frank Schulte spannungspeitschend, das Setting im Restaurant grandios, klug wird mit dem bedrohlichen ‚AUSSEN‘ auf dem Mediapark gespielt, die Schauspieler spielen atemberaubend … ein Abend, der packt – und hinterher doch ärgert…“

– AKT, 28.Sept. 2012

„… ein Ensemble, das in seinem Spiel zu allem entschlossen scheint …“

– Kölner Rundschau, 4. Sept. 2012

„Durch die Einbindung von Laiendarstellern gelingt ein äußert ausdrucksstarkes Schauspiel, das die Grenzen zwischen Realität und Fiktion aufhebt. Ein erschütterter Akt über die Abwesenheit von Glaube, Liebe und Hoffnung … die beängstigende Adaption des Filmes …“

– KWS Köln, 12. Sept. 2012