Die Banalität der Liebe

Die Liebesgeschichte zwischen Hanna Arendt und Martin Heidegger
Gastregie am Theater der Keller Köln
Nominiert für den Kölner Theaterpreis 09
Akt.6 Stück des Monats Okt 09


Martin Heidegger, der „berühmte“ Philosoph und Parteimitglied der NSDAP verliebte sich 1925 in Marburg in seine „jüdische Studentin“ Hanna Arendt.
Was als ’pädagogische Affäre’ zwischen Lehrer und Schülerin beginnt, wird zu einer besessenen Liebe zwischen einem höchst ungleichen Paar, die auch einen Weltkrieg und ein paar Ehepartner später noch nicht verglüht ist. Hannah Arendt, der wir die Protokolle der „Eichmann Prozesse“ verdanken (Die Banalität des Bösen). war die Geliebte ihres Professors Martin Heidegger, eines glühenden Vertreters des nationalsozialistischen Regimes.

Bilder

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Plakat Banalität der Liebe

Besetzung

mit Nagmeh Alaei, Renate Fuhrmann, Markus Penne und Gerhard Roiß
Regie: Heinz Simon Keller
Ausstattung: Petra Maria Wirth

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Theater-der-Keller.de
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Beitrag WDR Lokalzeit Köln vom 9. Sept. 2009

Pressestimmen

"Beim Verlassen der Vorstellung von „Banalität der Liebe“ war die Meinung der Jury-Mitglieder einhellig: mit Nagmeh Alaei hatten wir gerade eine heiße Anwärterin auf den Puck 2009 gesehen. Ihre Verkörperung der Rolle der jungen Hannah Ahrendt verband glaubwürdig unbekümmerte Jugendlichkeit und Frische mit intellektueller Ernsthaftigkeit und Reife. Es gelang ihr mit ihrem facettenreichen Spiel mühelos die Faszination spürbar zu machen, die Ahrendt auf ihren Lehrer Heidegger ausgeübt haben muss. Ihre intensive Bühnenpräsenz zog auch dann die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich, wenn sie keinen Text hatte. Dabei war sie stets vollkommen in ihrer Rolle und behauptete sich souverän in einem äußerst starken Ensemble." aus der Laudatio für Nagmeh Alaei, Gewinnerin des Puck 2009 - Beste Nachwuchsschauspielerin

"Regisseur Heinz Simon Keller nutzt den quasi filmischen Ansatz der Vorlage für eine raffiniert montierte Inszenierung. (...) Das Ensemble - Nagmeh Alaei als junge Hannah, Markus Penne als Rafael/Interviewer, Gerhard Roiß als Heidegger und besonders die großartige Renate Fuhrmann als die Arendt der Gegenwartshandlung - meistert das anspruchsvolle Spiel und wird mit intensivem, lang anhaltendem Premierenapplaus belohnt." Kölner Stadt-Anzeiger

"Die Premiere der Inszenierung von Heinz Simon Keller geriet zum lange beklatschten Erfolg. Das lag hauptsächlich an dem souverän aufspielenden Ensemble mit der überragenden Renate Fuhrmann. Sie zeigt die alte Ahrendt, die sich in Rückblenden an ihr Leben erinnert, als kluge, eitle und selbstbewußte Intellektuelle, die bei aller gedanklichen Schärfe von ihren gefühlen überwältigt wird. Ihr 18-jähriges Pendant ist bei Nagmeh Alaei eine moderne junge Frau in Männerhosen, begeisterungsfähig, sinnlich und geistig brillant. (...) Gerhard Roiß betont die Körperlichkeit des Akademikers, der das Holzhacken als Betätigung schätzte, er zeigt aber auch die Zerissenheit und (in einer kleinen feinen Hitler-Parodie) den Irrglauben dessen, der als ideologischer Wegbereiter des Nationalsozialismus gilt. (...) famoses Schauspiel-Theater." Kölnische Rundschau

"Ein thematisch belangvolles Stück, eine hinreißende Inszenierung (Heinz Simon Keller). Wie gut, dass mit Savyon Liebrecht eine Israelin die „amour fou“ von Hannah Arendt und Martin Heidegger beschreibt. (...) Das Publikum, merklich betroffen, dankt den großartigen Darstellern euphorisch. Bei Gerhard Roiß’ Heidegger reicht gepudertes Haar zum Andeuten eines Alterswechsels aus. In die Hannah teilen sich hingegen (dramaturgisch stimmig) die mädchenhaft natürliche Nagmeh Alaei und die souveräne Renate Fuhrmann. Sympathisch Markus Penne in seiner Doppelrolle als Vater/Sohn. Und nochmals Kompliment für die von Petra Maria Wirth optimal ausgestatteten, facettenreichen Inszenierung." rheinkultur, Christoph Zimmermann

"Inszenierung des Monats. (...) Es ist fast unheimlich, wie sehr Fuhrmanns Ausstrahlung der erhabenen Strenge Ahrendt ähnelt (...) Aber ein einzelne schauspielerische Leistung herauszuheben, wäre nicht gerecht, denn die vier Akteure haben unter der Regie von Heimz Simon Keller ein gewandtes Zusammenspiel gefunden, sie reichen sich die geschliffenen Sätze geradezu durch. (...) Liebe macht auch Philosophen blind und das wahre Leben ist komplexer jede Theorie. Das hatten wir uns schon gedacht. Aber dieser Abend im Theater der Keller erinnert uns noch einmal traurig schön daran."akt.6